


Noch einmal ein magischer Abend im SAP Garden: Beim letzten EuroLeague-Heimspiel der Saison ist den Bayern-Basketballern mit einem 85:76 (43:30) über den türkischen Champion Fenerbahce Istanbul ein echter Coup gelungen. Vor 11.500 Zuschauern, darunter gut 2.000 Gästefans, zeigte der Deutsche Meister eine begeisternde erste Hälfte und wehrte mit grandioser Teampower im letzten Viertel den energischen Übernahmeversuch des Titelverteidigers und Tabellenersten ab. Den Dagger erzielte in der Schlussminute Jessup (16) mit seinem fünften Dreier, Dimitrijevic hatte 22 Punkte beim 15. Saisonsieg.
FC Bayern Basketball - Fenerbahce Istanbul 85:76 (43:30)
- Topscorer FCBB:Neno Dimitrijevic (22 Punkte), Justinian Jessup (16, 5/9 Dreier), Andreas Obst (14), Xavier Rathan-Mayes (11), David McCormack (9, 5 Rebounds), Oscar da Silva (4), Niels Giffey (4), Isiaha Mike (3), Wenyen Gabriel (2, 10 Rebounds), Justus Hollatz, Johannes Voigtmann, Leon Kratzer (n.e.).
- Topscorer Fenerbahce:Tarik Biberovic (21 Punkte)
- SchiedsrichterMiguel Angel Perez, Arturas Sukys, Milos Koljensic
- Zuschauer11.500 (ausverkauft)

22 Punkte von Dimitrijevic
Die Bayern mussten auf ihren Kapitän Lucic verzichten, der aufgrund leichter Beschwerden (Bein) pausierte und im nächsten Spiel zurückkehren soll. Für ihn rückte wieder Mike in die Startformation, mit dessen Dreier legten die Münchner einen 8:2-Start hin. Sie reboundeten stark und suchten den schnellen Dreier, zweimal Obst bis zum 25:10 (9.).
Nach der ersten Viertelpause hatte sich Fener sortiert, über die Rotation büßten die Bayern etwas Physis in der Defense ein. Aber sie überstanden diese Phase, Jessup erhöhte aus der Ecke zum 33:16. Die Offense brillierte, 41:20 lautete der verblüffende Score nach dem nächsten Jessup-Dreier (17.) - und sogar Ben traf in der Auszeit halfcourt. Noch vor der Pause ließ der Gast allerdings wissen, dass nichts vorbei war.
Fener kommt noch auf drei ran
Bis auf 41:48 rückte der Favorit schnell heran und pushte mit Physis - und nach stabilen Minuten traf Biberovic dreimal von draußen - nur noch 65:60 (29.).
Noch ein Viertel, die Bayern bewahrten die Ruhe mit Dimitrijevic, trotz einiger Ballverluste. Beide Center spielten mit vier Fouls, McCormack erhielt einen erheiternden Pfiff zum fünften, aber 74:63 vor den letzten fünf Minuten. Bayern wankte - ehe Jessup sie zum 79:70 warf (-1:59). Dem Guard gelang beim 76:73 auch der entscheidende Wurf, ein echter JJ aus der Ecke 24 Sekunden vor der Sirene. Das war der Sieg.
Die Stimmen:
Svetislav Pesic, Chefcoach FC Bayern Basketball: „Es war vielleicht nicht unser bestes Saisonspiel, aber wir haben das ganze Spiel über geführt, und das ist nicht einfach gegen so ein gut organisiertes, aggressiv verteidigendes Team wie Fener. Sie haben im ersten Viertel sicher nicht wie sonst gespielt, aber nachdem wir einen guten Rhythmus gezeigt hatten, haben sie begonnen, zu verteidigen. Ich bin happy, weil wir nie unseren Spielplan verloren haben: Zuerst in der Defense so wenig wie möglich Fastbreaks zuzulassen für einfache Punkte. Ich finde, wir haben ein gutes Spiel gezeigt und verdient gewonnen; nur 76 Punkte, obwohl sie fast alle dabeihatten. Wie haben eine exzellente Verteidigung gegen Baldwin und Horton gespielt. Dieses Spiel sollte uns speziell für die Bundesliga nützlich sein. (…) Wir haben vor dem Spiel darüber gesprochen, dass es das letzte EuroLeague-Heimspiel der Saison ist. Die Spieler wollten heute vor den Fans wirklich noch einmal alles geben, sich aufopfern und den letzten Schritt machen. (…) Unsere Inside-Spieler haben wirklich alles gegeben in der Defense. Du kannst gegen so eine Mannschaft wie Fener nicht gewinnen, wenn du nicht alles gibst.“
Justinian Jessup: „Es war ein sehr gutes Spiel. Sie sind das beste Team der Euroleague, also war es toll, sie hier zu schlagen und unser Zuhause zu beschützen. Wir haben das die ganze Zeit gut gemacht, ein toller Sieg. (…) Andi hat uns gut ins Spiel gebracht mit seinen elf Punkten. Wir hatten auch ein gutes Viertel defensiv, eine gute Teamleistung. (…) Ich denke, für meine Entwicklung als Spieler und Mensch ist es gut hier. Wir wollen Deutscher Meister werden und nächstes Jahr besser in der Euroleague sein, wenn alle gesund sind. (…) Coach Pesic hat viel Erfahrung, es ist gut für mich, dass er mich jeden Tag pusht. Er ist intensiv, das hat mich besser gemacht.“
Oscar Da Silva: „Wir wollten das letzte Heimspiel mit vollem Elan angehen. Wir wussten, dass uns eines der besten Teams Europas und eine tolle Atmosphäre erwarten würden, für diese Spiele spielt man Basketball. (…) Unser Plan war vor allem, gegen sie zu rennen, und wenn wir Stops generieren konnten, ist uns das auch gelungen, daraus einfache Punkte zu erzielen. (…) Wir wollen Coach und uns selber einen Titel schenken. Das wurde bei uns nicht groß thematisiert, die Zeichen haben ja darauf hingedeutet. Aber wir hoffen, dass wir ihn mit einem Meistertitel in die Rente schicken können.“
Neno Dimitrijevic: „Wir haben uns sehr über den Sieg gefreut, den Fans noch einmal einen großen Kampf gezeigt gegen den amtierenden Champion und ihnen gezeigt, was wir können. Wir haben noch drei Spiele, hoffentlich können wir diese Energie beibehalten. (…) Es gibt keine einfachen Spiele in der Euroleague. Sie sind ein großes Team, gut gecoacht. Wir haben an uns geglaubt, wichtige Würfe getroffen und am Ende den Sieg geholt.“
DIE NÄCHSTEN SPIELE DES FCBB:
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SA., 4. April, 18:30 Uhr: 25. easyCredit BBL-Spieltag, SYNTAINICS MBC – FCBB (DYN)
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