



Ergebnisse, Personal, Stärken
Mo., 20.04.26, 16:00
Vor Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern: Bayer 04 Leverkusen im Formcheck
Bayer 04 Leverkusen blickt mit einer Mischung aus Stabilität, Selbstvertrauen und Restdruck auf das bevorstehende Duell mit dem FC Bayern. Zwar sammelte die Werkself in den vergangenen Wochen wichtige Punkte, in ihren Leistungen zeigte sie sich jedoch nicht durchgehend konstant. Im Pokal-Halbfinale (Mittwoch, 20:45 Uhr) will die Mannschaft von Kasper Hjulmand dennoch erneut beweisen, dass sie gegen Topteams bestehen kann. Wie sich Leverkusen zuletzt präsentiert hat und welche Entwicklungen der FC Bayern dabei genau im Auge behalten sollte, erfahrt Ihr in unserem Gegnercheck.
Stabil, aber unter Siegzwang

Stabil, aber unter Siegzwang

Auf den ersten Blick hat Bayer 04 Leverkusen einen starken Start ins Frühjahr hingelegt. In den acht Partien vor der missglückten Pokal-Generalprobe gegen den FC Augsburg (1:2) am vergangenen Samstag war die Hjulmand-Elf nur einmal als Verlierer vom Platz gegangen. Zudem gelangen Robert Andrich und Co. Achtungserfolge im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Arsenal sowie im Bundesliga-Duell mit dem FC Bayern (jeweils 1:1). Weil es die Werkself in dieser Zeit allerdings nur auf drei Siege brachte, hinkt sie im Rennen um die Königsklasse etwas hinterher.
RB Leipzig (59 Punkte), der VfB Stuttgart (56) und die TSG Hoffenheim (54) haben vier Spieltage vor Schluss die Nase vorne. Leverkusens sechster Rang (52) reicht aktuell nur für die Conference League. Das Polster auf den SC Freiburg (43) beträgt immerhin ganze neun Zähler. Im Schlussspurt der Saison darf sich die Werkself keinen Ausrutscher mehr leisten, wenn sie ihre Ambitionen auf einen Champions League-Platz untermauern will – zumal noch einige knifflige Aufgaben warten. Nach dem Duell mit dem FC Bayern geht es zum Derby nach Köln. Anschließend stehen die Alles-oder-nichts-Spiele gegen Leipzig und Stuttgart an – direkte Duelle, die bereits vor dem letzten Saisonauftritt gegen Hamburg für eine Vorentscheidung im Kampf um die Champions League sorgen könnten.
Statement-Sieg in Dortmund

Statement-Sieg in Dortmund

Immerhin demonstrierten die Leverkusener zuletzt durch einen Erfolg bei Borussia Dortmund (1:0), dass mit dem Deutschen Meister aus der Saison 2023/24 im Saisonendspurt durchaus zu rechnen sein wird. Erneut ärgerten Aleix Garcia und Co. ein Spitzenteam – für Vincent Kompany und den FC Bayern könnte diese Begegnung vor der Halbfinalpartie als Blaupause dienen, welche Stärken Bayer 04 zum Favoritenschreck machen.
Kasper Hjulmand lobte die Art und Weise, wie seine Mannschaft im eigenen Ballbesitz agierte: „Wir haben besser verteidigt, aber der Schlüssel war eigentlich unser eigenes Spiel“, sagte der Coach und ergänzte: „Es ist sehr wichtig für uns, dass wir mit dem Ball spielen und Druck gegen den Gegner machen. Wir können noch etwas verbessern, aber natürlich sind drei Punkte in Dortmund ein großer Sieg für uns.“
Ein Gegner mit klarer Handschrift

Ein Gegner mit klarer Handschrift

Leverkusens Qualität am Ball lässt sich auch an den Zahlen ablesen. Mit einer Passquote knapp über 89 Prozent rangiert die Werkself hinter dem FC Bayern (90,4) auf Platz zwei. Wie gerne sie die Kugel in den eigenen Reihen laufen lassen, beweist der durchschnittliche Ballbesitz von 57 Prozent – auch in dieser Statistik ist nur der deutsche Rekordmeister besser (62). Damit untermauert die Hjulmand-Elf ihren Anspruch, das Geschehen über weite Strecken zu diktieren.
Für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgt Bayer 04 vor allem dann, wenn es schnell und vertikal nach vorne geht. Vor dem Augsburg-Spiel gaben die Leverkusener in dieser Bundesliga-Spielzeit die geteilt meisten Schüsse nach Kontern ab (43). Zudem schossen Christian Kofane und Co. bereits zehn Tore nach Gegenstößen – nur der FC Bayern war hier erfolgreicher (zwölf).
Topscorer Grimaldo, Kopfballspezialist Schick

Topscorer Grimaldo, Kopfballspezialist Schick

In Acht nehmen sollten sich die Münchner auch vor Alejandro Grimaldo, der mit acht Treffern und sieben Vorlagen der Topscorer in den Reihen der Werkself ist. Auch Patrik Schick sollte die FCB-Defensive im Auge behalten: Der tschechische Angreifer traf im Heimspiel gegen den FCA erneut per Kopf – auf diese Weise erzielte vier seiner fünf Bundesliga-Tore in diesem Kalenderjahr. Ligaweit war kein anderer Spieler in 2026 so oft mit dem Kopf erfolgreich.
Bayer 04 Leverkusen empfängt den FCB also mit klarer Spielidee, starken Statistiken und frischem Selbstvertrauen. Ballbesitzstark, passsicher und brandgefährlich im Umschaltspiel – diese Mischung macht die Werkself vor dem Pokal-Halbfinale zu einem Gegner, den der FC Bayern über 90 Minuten konsequent unter Kontrolle bringen muss.
Die Faktenlage vor dem Pokal-Halbfinale:

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