Jamal Musiala und Serge Gnabry bejubeln ein Tor gegen Kiel.
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Gegner Nummer 57

Neuauflage gegen Elversberg: So liefen die Bundesliga-Premieren des FC Bayern

Viel Zeit ließen sich die Bayern im September 2024 nicht, um sich beim damaligen Bundesliga-Neuling Holstein Kiel gebührend vorzustellen. Gerade einmal 15 Sekunden waren von der Uhr, da erzielte Jamal Musiala die Münchner Führung und damit auch das schnellste Auswärtstor in der Bundesliga-Historie des FC Bayern. Schneller waren im Trikot des deutschen Rekordmeisters nur Giovane Élber, der 1998 gegen den Hamburger SV nach 11 Sekunden traf, sowie Lothar Matthäus’ Treffer nach 13 Sekunden gegen Mönchengladbach im Jahr 1986 – beide Tore fielen aber in München.

Fast auf den Tag genau zwei Jahre später tritt der FCB nun wieder die Reise zu einem solchen Premierenduell im Oberhaus an – wieder am 3. Spieltag (Sonntag, 17:30 Uhr), nur dieses Mal ganz im Westen der Republik bei der SV Elversberg. Die Saarländer sind der insgesamt 57. Gegner, auf den die Münchner in der höchsten deutschen Spielklasse treffen – und genau diese Premierenduelle lagen den Münchnern in der jüngeren Vergangenheit.

Aus den 56 erstmaligen Aufeinadertreffen in der Bundesliga gingen die Bayern 39 Mal mal als Sieger hervor (neun Remis, acht Niederlagen). Das bislang letzte Aufeinandertreffen dieser Sorte, das die Bayern nicht gewannen, liegt bereits 26 Jahre zurück. Bei Energie Cottbus unterlagen die Münchner im Jahr 2000 knapp mit 0:1. Seitdem ist gegen den Rekordmeister kein Kraut gewachsen, wenn es gegen einen neuen Gegner geht; alle zehn Partien dieser Art entschieden die Münchner für sich. Folgt am Sonntag in Elversberg also der elfte Erfolg in Folge – passen würde es irgendwie.

Werner Olk vom FC Bayern im Spiel gegen den TSV 1860 München im Jahr 1965

Überraschung in der ersten Bundesliga-Saison

In ersten Bundesliga-Spiel des FC Bayern unterlagen Werner Olk und Co. dem TSV 1860 München knapp mit 0:1. Insgesamt 44.000 Zuschauer sahen das Stadtderby im Grünwalder Stadion am 14. August 1965.

Überraschung in der ersten Bundesliga-Saison

Werner Olk vom FC Bayern im Spiel gegen den TSV 1860 München im Jahr 1965
In ersten Bundesliga-Spiel des FC Bayern unterlagen Werner Olk und Co. dem TSV 1860 München knapp mit 0:1. Insgesamt 44.000 Zuschauer sahen das Stadtderby im Grünwalder Stadion am 14. August 1965.

So gut sich die Bilanz aus Sicht der Bayern heute liest, so bitter war der Start vor 61 Jahren. Seine allererste Begegnung in der Bundesliga bestritt der FCB, nach dem Aufstieg 1965 selbst ein Neuling, ausgerechnet gegen den TSV 1860 München. Die Löwen behaupteten sich im Stadtderby mit 1:0 – eine schmerzhafte Niederlage, die der Mannschaft von der Säbener Straße jedoch als Initialzündung für eine überraschend starke erste Saison diente: Die Duelle gegen die Sechziger, die am Ende Meister wurden, gegen Borussia Dortmund (0:2) und den 1. FC Köln (1:6) waren die einzigen Premierenspiele, in denen der FCB unterlag (zwölf Siege, zwei Remis). Das Team um Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller schloss die Spielzeit auf dem dritten Tabellenplatz ab – als Aufsteiger wohlgemerkt!

Für Furore sorgte die Mannschaft von Trainer Zlatko „Tschik“ Čajkovski im ersten Aufeinandertreffen mit Borussia Neunkirchen. Das Heimspiel im Grünwalder Stadion am 4. September 1965 gewannen die Münchner grandios mit 6:0. Gegen den heutigen Saarlandligisten (6. Liga) trugen sich Rainer Ohlhauser, Gerd Müller (je zwei Treffer), Rudolf Nafziger und Dieter Brenninger in die Torschützenliste ein. Die Außenseiterrolle schien den Bayern gut zu Gesicht zu stehen, nur in der Premierenpartie beim 1. FC Köln am 11. Dezember 1965 gab es eine kalte Dusche. Mit einem 1:6 im Gepäck traten die Münchner damals die Heimreise an.

Gerd Müller vom FC Bayern im Spiel gegen Borussia Neunkirchen im Jahr 1965
Torjäger Gerd Müller traf beim 6:0-Kantersieg des FC Bayern gegen Borussia Neunkirchen doppelt.

Wattenscheid wird abgewatscht

Die erste Begenung mit Holstein Kiel vor zwei Jahren gewannen die Münchner nach ihrem Blitzstart übrigens mit 6:1, was in Sachen Premierensiege aber nicht ganz fürs Treppchen reicht. Einen 6:0-Kantersieg wie 1965 gegen Borussia Neunkirchen feierten die Münchner auch im ersten Bundesligaspiel gegen Waldhof Mannheim am 17. September 1983 – allein Karl-Heinz Rummenigge traf damals im heimischen Olympiastadion dreimal. Noch deutlicher wurde es, als die SG Wattenscheid 09 am 24. September 1990 erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse auf den FCB traf. Das Team von Coach Jupp Heynckes schenkte dem frischgebackenen Aufsteiger zur Münchner Wiesn gleich siebenmal ein; die Treffer erzielten Roland Wohlfarth, Brian Laudrup (je zwei), Stefan Effenberg, Manfred Bender und Jürgen Kohler.

Ebenfalls torreich ging es im Premienduell mit dem VfL Wolfsburg am 9. August 1997 zu: Den Schlagabtausch entschied der Rekordmeister letztlich beim 5:2-Auswärtssieg für sich. Giovane Élber, Ruggiero Rizzitelli (je zwei) und Thomas Strunz erzielten die Tore. Wie unterhaltsam wird nun also Bayerns Premierenspiel Nummer 57 bei der SVE? Wir sind gespannt!

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